Portrait
Sonia Rykiel
Die Modeschöpferin mit den wild toupierten Haaren ist seit den frühen 70er-Jahren die unangefochtene Königin des Stricks.
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Die Modewelt liegt der großen Rykiel zu Füßen.Getty Images2 von 5 -
Prominenter Fan: der ehemalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und die DesignerinGetty Images3 von 5 -
Modeschöpfer unter sich: Sonia Rykiel und Yves Saint LaurentGetty Images4 von 5 -
Sonia Rykiel schuff in 40 Jahren ein Modeimperium.Getty Images5 von 5
Sonia Rykiels (82) Kollektionen und Präsentationen sind während der Pariser Fashion Week immer ein besonderes Highlight: Ihre Models präsentieren die Entwürfe lachend und manchmal sogar tanzend. Madame Rykiel ist eben so lebensfroh, wie es die typischen Pariserinnen sind.
Ihre internationale Karriere beginnt durch einen modischen Notfall. Sonia Rykiel genießt ihre erste Schwangerschaft und möchte sich trotz ihres Kugelbauchs stilvoll anziehen, muss aber entsetzt feststellen, dass die Umstandsmode der 60er-Jahre einfach untragbar ist.
Doch die kreative Frau weiß sich zu helfen. Sie beginnt zu stricken und entwirft den heute legendären „Poor Boy Sweater“, einen schlichten Strickpulli. Außerdem strickt sie noch ein langärmliges Kleid mit schwarz-weißen Streifen. Ein paar dieser Modelle legt Sonia Rykiel in ihrer Boutique „Laura“ in Paris aus – und prompt werden die ungewöhnlichen Schwangerschaftskleider ein Verkaufsschlager.
So wird auch die amerikanische „ELLE“ auf die Französin aufmerksam und Rykiels „Poor Boy Sweater“ schafft es auf das Cover des Hochglanzmagazins.
Plötzlich reißen sich prominente Damen wie Brigitte Bardot (77), Audrey Hepburn (†63) und Catherine Deneuve (68) um ihre Entwürfe.
Seit ihrer Entdeckung ist die zierliche Mutter zweier Kinder, Jean-Philiippe (50) und Nathalie (46), eine feste Größe im Modezirkus. Auch ein gewisser Karl Lagerfeld (79) erkennt ihr Können schnell – bereits 1979 filmt er eine Modenschau der Rykiel. Noch immer sind die beiden eng befreundet.
Durch ihre Extravaganz ist die Modeschöpferin ein Magnet für Künstler. Einer ihrer größten Fans: Pop-Art-Übervater Andy Warhol (†58). Der eigenwillige Künstler ernennt die rothaarige Französin zu seiner Muse der 80er-Jahre, dreht einen Film über sie und fertigt ein Porträt von Sonia Rykiel an.
Auch wenn schon 1997 eine leichte Form von Parkinson bei Sonia Rykiel diagnostiziert wird, führt sie doch bis 2012 ihr Fashionlabel mit ihrer Tochter Nathalie weiter. Im Februar 2012 verkauft die Familie schließlich 80 Prozent der Marke an die Fung-Brands-Gruppe. Die restlichen 20 Prozent bleiben im Familienbesitz und die große Sonia Rykiel fungiert jetzt als Ehrenpräsidentin. Ein angemessener Titel für eine Frau, die sich als Königin des Stricks mit ihrem eigenen Stil innerhalb von 40 Jahren ein Modeimperium aufgebaut hat.



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