Portrait
Inga Humpe
COVER Online spricht mit „2raumwohnung“-Sängerin Inga Humpe (56) aus Berlin über Frauen in der Musikwelt, Stutenbissigkeit und Adrenalin-Sucht.

Für Inga Humpe sind die 80er und die Neue Deutsche Welle kein bloßer Retro-Trend - sie kennt beide noch im Original. Seit über 30 Jahren ist sie erfolgreich im Musikgeschäft unterwegs. Sie hat Stars kommen und gehen sehen und kennt sowohl die Sonnen- als auch die Schattenseiten der Popbranche. Zurzeit ist Inga Humpe mit den aktuellen Ereignissen im Musik-Biz mehr als zufrieden. „Die Entwicklung der Popwelt ist besser geworden. Viele verschiedene Frauentypen sind als Musikerinnen im Moment erfolgreich", stellt sie fest. „Auch ich bin ein Beispiel dafür: Früher hätte man eine Frau über 50 zu Hause eingesperrt. Heute kann ich auch noch in meinem Alter auf der großen Bühne mitspielen. Das ist doch gut!“
Sich mit den jungen Sängerinnen zu vergleichen, hat die Frau mit den rotblonden Locken und dem makellosen Teint eigentlich nicht nötig. COVER Online fragt Inga Humpe trotzdem, ob Stutenbissigkeit ein Thema für sie ist. Ihre Antwort: „Ich glaube, immer wenn man unsicher ist, kritisiert man andere Leute unverhältnismäßig. Das passiert mir leider auch. Ich weiß aber, dass das dann eher mit meinem eigenen Zustand zu tun hat.“
Während des Interviews strahlt die Wahl-Berlinerin eine innere Ruhe aus, die auf ihr ganzes Umfeld überspringt. „Ich hasse Adrenalin wie die Pest! Man kann richtig süchtig danach werden, aber ich kämpfe dagegen an!“, gesteht die 56-Jährige und verrät ihr Erfolgsrezept gegen die unerwünschte Hormonausschüttung: „Ich versuche meine eigene Adrenalin-Zufuhr zu kontrollieren. Jahrelanges Yoga- und Mediationstraining helfen dabei.“ Ihr Tipp: „Das Leben mal bewusst anhalten und wahrnehmen!“



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