Wussten sie

Die Geschichte des Bikinis

Wussten Sie, dass der legendäre Zweiteiler schon im 4. Jahrhundert nach Christus ein modisches Must-have war?

Ein Mosaik aus Sizilien beweist es: Der Bikini ist schon sehr lange ein fester Bestandteil der Modewelt. Das wertvolle Sammlerstück zeigt römische Frauen, die nur ein Brustband und ein Höschen tragen. Ob der Zweiteiler im 4. Jahrhundertnach Christus als Unterwäsche, Sport- oder Badekleidung gedient hat, ist leider nicht bekannt.
In der Neuzeit musste der Bikini aber lange um Akzeptanz kämpfen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die zweiteilige Bademode sogar verboten. 1932 wurde in Preußen ein Gesetz verabschiedet, dass das Tragen des Zweiteilers in der Öffentlichkeit untersagte. Die Nationalsozialisten verboten den Bikini dann komplett - selbst zu Hause durften die Frauen ihn nicht mehr tragen.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, im Sommer 1946, traute sich der französische Modeschöpfer Louis Réard (†87) wieder an den Zweiteiler. Er entwarf einen klassischen Bikini, der allerdings erst durch ihn seinen heute gültigen Namen erhielt. Réard taufte die Bademode nach einem kleinen Atoll im Pazifik, das zu dieser Zeit für Kernwaffentests der Amerikaner genutzt wurde. Für einen ähnlichen Aufschrei wie die Waffentests sorgte die Präsentation des Bikinis: Besonders, weil Réard das knappe Kleidungsstück bei seiner Modenschau von einer Nackttänzerin vorführen ließ. Ein cleverer Marketing-Schachzug des Franzosen.
Sexbombe
Ursula Andress (76) machte im Filmklassiker „James Bond - 007 jagt Dr. No“ den Bikini in den 60er-Jahren dann erst recht populär. Und seine Beliebtheit hält bis heute an. Zum Glück! Denn seien wir doch mal ehrlich: Fast kein Badeanzug schmeichelt so wie ein hübscher Bikini.

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